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Kitesurfing in Brasilien

Brasilien Baby!

 

Da flogen Miriam und ich nun zusammen nach Brasilien. Den ganzen Flug lang freuten wir uns wie kleine Kinder und konnten es kaum glauben!

 

Nach einer langen Reise mit Flügen, Bussen und Taxis kamen wir endlich in Ilha do Guajiru (5 Stunden nördlich von Fortaleza) an, wo Janina und Anita (ihre Partnerin für das Camp) bereits auf uns warteten.

 

Nina, eine ebenfalls sehr guten Freundin, hatte spontan beschlossen, am "My Salty Sisters" Retreat teilzunehmen. 

Es war spät am Abend, als wir die Gasse nach Ilha einbogen und Lichterketten, Palmen und Strandbars sahen. Traumhaft sah das aus.

 

Als Willkommensgruß gingen wir alle zusammen in eine Bar namens Beleza Bar (in dieser wir auch später zu arbeiten begonnen haben, aber dazu später mehr) und tranken Caipirinhas und aßen unsere ersten Tapiocas (eine sehr beliebte Speise in Brasilien, man findet sie an jeder Ecke). 

 

Und so begann ein wunderbares Abenteuer mit tollen Menschen, Kiten und unzähligen Sonnenuntergängen am Strand. 

Kiten Kiten Kiten ...

 

Wir drei Mädl's (Nina, Miriam und ich) lernten an einem der schönsten Orte in Brasilien das erste Mal den Kite zu fliegen. 

Nico, Janinas Freund, war unser Kiteinstructor. Er hatte sich dort eine Kittschule namens "Windexplorer" aufgebaut und hat uns alles beigebracht. 

 

Ich bin ohne Erwartung an diesen Sport herangegangen und habe gemerkt, dass es sehr viel Feingefühl braucht. Ich hatte riesen Respekt vor dem Kite, vor allem, wenn man versucht Kite, Board, Wind und Wellen gleichzeitig zu händeln. Da ist man anfangs schon mal bisschen überfordert haha. 

 

Aber Übung macht den Meister und ich war sehr froh, dass Janina und Anita uns so gut unterstütz haben. Ohne die Mädl's hätte ich oft den Mut verloren.

Sie zeigten uns, dass jeder einmal klein anfängt und, dass es wichtig ist, dran zu bleiben.

So begann die Lovestory zwischen mir und diesem schönen Sport.

Da wir in einem Kite Paradis lebten und es sich den ganzen Tag um nichts anderes handelte, lernten wir auch schnell das Fachjargon der KiterInnen.

 

Wir waren ständig von lieben SurferInnen umgeben, die uns Tipps und Tricks gaben und sich mehr freuten als wir uns selbst, wenn wir es anfangs schafften, 5m in eine Richtung zu fahren. (Das ist übrigens ein mega Gefühl am Anfang).

 

Ich habe für mich festgestellt, dass Kiten eine Sportart ist, die einen sehr an seine Grenzen bringen kann, gerade zu Beginn. Aber man wächst und lernt, dass man nicht lange zögern sollte, sondern, dass es besser funktioniert, wenn man den Kopf ausschaltet und einfach los legt. Und schon klappt es viel besser.

 

Ich habe beim Kiten sehr viel über mich selbst gelernt, wurde getriggert und musste lernen, geduldig zu sein. Es ist ein wunderschöner, ästhetischer und für mich meditativer Sport. Wenn man einmal the sweet taste of kitesurfing gekostet hat, möchte man nie wieder davon weg. 

 

Es ist ein unglaubliches Gefühl, wenn du Tag für Tag Fortschritte machst und du jedes Mal mehr Gespür für den Kite bekommst. Du hast das Gefühl, dass du ein wildes Pferd gezähmt hast, wenn du den Kite dort hinlenken kannst, wo du möchtest.

Dann bist du Eins mit den Elementen Wind und Wasser. 

 

 "My Salty Sisters" Kite Retreat 

 

Wie bereits erwähnt fotografierte ich das Mädl's Surfcamp und es machte mir mega Spaß!

Der Tag begann um 7:00 Uhr mit morning Yoga. Danach gab es ein großes Frühstück mit den leckersten tropischen Früchten und natürlich Tapioca.

Nach dem Essen ging es je nach Tide aufs Wasser zum Kiten. Anschließend führten wir eine Feedback Runde und "Open Space" Gespräche.

Wir haben so tolle Frauen von überall auf der Welt kennengelernt, die mich alle auf ihre eigene Art und Weise inspirierten.

Es ist schön, zusammen mit großartigen KiterInnen am Wasser zu sein. Man spürt die Leidenschaft, die alle SurferInnen miteinander teilen. 

 

Wir machten einen Ausflug zu einem anderen Spot, um mehr von der schönen Natur Brasiliens zu sehen.

Durch die Wildnis, über Strand, Palmenblätter und Kakteen nahmen wir den Weg mit dem Taxi auf uns. 

Es war sehr abenteuerlich, aber zahlte sich definitiv aus, denn wir erreichten einen der tollsten Flachwasserseen. Umgeben von Dünen, Palmen, Esel und weit und breit kein Mensch. Ein Kiteparadies! 

Ilha do Guajiru

 

Es ist einer der schönsten und besten Orte zum Kiten. Egal ob Anfänger oder Fortgeschritten, für jeden ist etwas dabei! 

Der Ort selbst ist entlang der Küste einer großen Lagune, hinter dieser das Meer liegt. Eine Posada grenzt an der nächsten und dazwischen befinden sich kleine Bars. 

 

Die beste Reisezeit, um dort ständig starken Wind zu haben, ist von August bis November. 

Wir hatten jeden Tag um die 30 Knoten und traumhaftes Wetter. 

 

Ilha besteht aus einer einzigen lange Straße, in der immer etwas los ist. Jeder kommt dir mit Kitestuff entgegen ist gut gelaunt.

Am Morgen wird man mit einem lauten "Ooooi, Bom dia!" und einer festen Umarmung begrüßt. 

 

Die sonnigen Vibes sind definitiv ansteckend und es lässt sich dort eine sehr gute Work - Life balance leben. 

 

Ich bin unendlich dankbar für diese Erfahrung und, dass ich die Liebe zum Kiten für mich entdeckt habe. 

Danke an alle, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben! 

 Obrigada